Warum sich Sichtbarkeit manchmal falsch anfühlt

Warum sich Sichtbarkeit manchmal falsch anfühlt

Warum sich Sichtbarkeit manchmal falsch anfühlt

Selbstständige versteckt sich hinter Buch, Symbol für Unbehagen bei Sichtbarkeit und Marketing

Du weißt, dass du dich zeigen solltest. Du weißt auch, dass dein Angebot gut ist. Aber wenn du darüber schreibst oder sprichst, fühlt es sich schief an. Zu laut. Zu verkäuferisch. Oder einfach nicht nach dir.

Oft liegt das nicht daran, dass du es falsch machst. Sondern daran, dass du etwas spürst, das selten ausgesprochen wird.

In einen Kauf reingelabert zu werden ist eklig

Menschen kaufen kaufen am liebsten, weil etwas in ihnen anspringt. Ein Gefühl. Eine Sehnsucht. Eine Vorstellung davon, wie es sein könnte.

Die Argumente kommen danach. Sie dienen dazu, die Entscheidung zu rechtfertigen. Vor sich selbst. Vor anderen. Aber die eigentliche Bewegung passiert vorher, und sie ist emotional.

Das wissen die meisten irgendwo. Und genau da beginnt das Unbehagen.

Vier Dinge, die Menschen wirklich bewegen

Wenn man genauer hinschaut, gibt es vier große Motivatoren, die unter fast jeder Kaufentscheidung liegen:

  • Status und Prestige. Der Wunsch, gesehen zu werden, respektiert, erfolgreich.
  • Freiheit und Selbstverwirklichung. Der Wunsch, das eigene Leben zu gestalten, unabhängig zu sein, sich selbst auszudrücken.
  • Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Der Wunsch, Teil von etwas zu sein, dazuzugehören, nicht allein zu stehen.
  • Liebe und Fürsorge. Der Wunsch, für andere da zu sein, zu schützen, Verbindung zu schaffen.

Keiner dieser Motivatoren ist manipulativ. Sie sind menschlich. Sie sind der Grund, warum Menschen überhaupt etwas tun.

Warum sich das trotzdem unangenehm anfühlen kann

Das Problem ist nicht, dass du an Emotionen appellieren müsstest. Das Problem ist, dass du nicht weißt, wie du das tun sollst, ohne dich dabei zu verstellen.

Vielleicht hast du Beispiele gesehen, die dir zu marktschreierisch vorkamen. Vielleicht hast du das Gefühl, du müsstest etwas versprechen, das du nicht halten kannst. Oder du fragst dich, ob du überhaupt das Recht hast, an die Sehnsüchte anderer Menschen zu rühren.

Das ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst. Es ist ein Zeichen, dass du einen Unterschied spürst zwischen dem, was du siehst, und dem, was sich für dich stimmig anfühlt.

Was das für deine Sichtbarkeit bedeutet

Du musst nicht lernen, emotionaler zu kommunizieren. Du musst herausfinden, welcher dieser vier Motivatoren zu deiner Arbeit passt. Und wie du darüber sprechen kannst, ohne dich zu verbiegen.

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Wer schreibt hier?
Ich bin es, Barbara Stromberg.

Bei Textorama arbeite ich mit Andersmachern unter den Selbstständigen: Leute mit viel Können, vielen Rollen, oft einem Bauchladen. Die meisten brauchen keine neuen Ideen. Sie brauchen Ruhe im Kopf.

Textorama ist hands-on. Elly's Ocean ist der Ort davor. Hier schreibe ich, was ich sonst sage.

Warum „Wenn die Arbeit gut ist, empfehlen sie mich schon“ nicht stimmt

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Es gibt diesen stillen Glauben unter Selbstständigen: Wenn die Arbeit wirklich gut ist, empfehlen Kunden einen von selbst. Automatisch. Ohne dass man fragen muss.

Und im Umkehrschluss: Wenn dich niemand empfiehlt, war die Arbeit wohl nicht gut genug.

Das klingt logisch. Ist es aber nicht.

Und keiner sagt was

Ich habe jahrezehntelang als Texterin gearbeitet. Die Texte waren gut. Die Kunden zufrieden. Trotzdem: kaum Empfehlungen. Ich dachte lange, das läge an mir. An der Qualität. An irgendetwas, das ich falsch machte.

Bis ich anfing, Mentoring anzubieten.

Plötzlich erzählten Kunden von sich aus, dass ich ihnen geholfen hatte. Sie teilten es in Gesprächen, in Netzwerken, öffentlich, offen und ehrlich.

Der Unterschied: Beim Texten wollte niemand zugeben, dass jemand anders sie geschrieben hatte. Beim Mentoring war es ein Zeichen von Kompetenz, sich Hilfe geholt zu haben.

Das eine fühlte sich nach Schwäche an. Das andere nach kluger Entscheidung.

Fühlt sich der Kunde schwach oder clever?

Manche Dienstleistungen werden gerne geteilt. Andere lieber verschwiegen. Nicht weil die Arbeit schlecht ist, sondern weil sie etwas berührt, das sozial heikel ist.

Ein Ghostwriter macht sichtbar, dass man selbst nicht schreiben kann?
Ein Steuerberater macht sichtbar, dass man Struktur braucht?
Ein Coach macht sichtbar, dass man nicht alleine zurechtkommt?

Come on, das stimmt doch so gar nicht.

Ob das als positiv oder negativ wahrgenommen wird, hängt vom Kontext ab. Von der Branche. Von der Person. Vom sozialen Umfeld.

Und genau das macht die Frage „Kannst du mich weiterempfehlen?“ so unangenehm.

Du weißt nicht, in welche Kategorie deine Arbeit für den anderen fällt. Du weißt nicht, ob sie stolz darauf sind, mit dir gearbeitet zu haben oder ob sie es lieber für sich behalten.

Selbst wenn du es weißt, bleibt da oft ein komisches Gefühl. Als würdest du betteln.

Dabei ist die Frage völlig legitim.

Aber sie fühlt sich trotzdem falsch an, weil sie auf einer Annahme basiert, die nicht stimmt: dass gute Arbeit sich von selbst empfiehlt.

Tut sie nicht.

Gute Arbeit wird empfohlen, wenn sie sozial teilbar ist. Wenn sie den anderen in einem guten Licht zeigt. Wenn sie etwas unterstreicht, das sie über sich selbst denken wollen.

Und manchmal tut sie das eben nicht. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich will, dass du mal darüber nachdenkst.

Ob du weiterempfohlen wirst, hat nichts mit der Qualität deiner Arbeit zu tun. Nichts damit, ob du es wert bist, empfohlen zu werden. Nichts damit, ob du gut genug bist.

Es hat damit zu tun, was deine Arbeit für den anderen bedeutet. Und das kannst du nicht kontrollieren.

Was bleibt, ist die Frage, ob du trotzdem fragst. Ob du es aushältst, dass es sich manchmal unangenehm anfühlt. Ob du akzeptierst, dass nicht jede gute Arbeit automatisch zu Empfehlungen führt.

Und ob du dich davon freimachst, daran deine Qualität zu messen.

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