Das Problem mit dem Vergleich
Ich dachte, ich hätte die ultimative Mitbewerberin gefunden. Schicke Website. Klare Angebote. Souveräner Auftritt. Alles wirkte durchdachter als bei mir. Sauber!
Endlich jemand, der an der gleichen Stelle steht. Eine, die um dieselben Kunden buhlt.
Dann schrieb sie auf Linkedin: „Hab jetzt eine Teilzeitstelle angenommen.“
Huch. Leider ohne weitere Erklärung über das warum und weshalb.
Der Vergleich, der keiner war
Mein erster Gedanke: Ich hatte mich mit einer Illusion verglichen. Mit einer Website, ein paar Posts, einem Eindruck. Ich wusste nichts über ihre Auftragslage. Nichts über ihre Finanzen. Nichts darüber, wie sich das für sie anfühlte.
Ich hatte mir eine Konkurrentin gebaut, die es so vielleicht nie gab.
Oder ist es vielleicht ganz anders?
Eigentlich weiß ich genauso viel wie vorher. Nämlich fast nichts.
Ich weiß nicht mal, warum sie den Teilzeitjob angenommen hat. Weil ihr Business nicht mehr lief? Wenn ja, warum? Weil sie einfach Lust hat, zweimal die Woche etwas ganz anderes zu machen? Weil sie mehr Sicherheit wollte (Stichwort Aktivrente)? Weil sie es kann?
Keine Ahnung.
Sehr unbefriedigend.
Warum man das Vergleichen trotzdem macht
Man weiß eigentlich, dass man nur die Außenseite sieht. Die Website. Die Ankündigungen. Die Fotos vom letzten Workshop. Was dahinter passiert, keine Ahnung. Man sitzt niemandem auf dem Schoß.
Trotzdem vergleicht man.
Vielleicht weil Vergleichen schneller geht als Innehalten.
Vielleicht auch, weil der Zweifel an sich selbst schon da war und der Vergleich nur den Beweis liefert, dass andere besser, schöner, geschickter sind.
Was bleibt
Eine Frage: Nutzt es überhaupt was, sich an anderen zu messen?
An Menschen, über die man so gut wie nichts weiß? Deren Situation man nicht kennt? Deren Entscheidungen man nicht versteht?
Meine Antworten: Ja, tut es, wenn es einem zeigt, dass es andere gibt, die in gleicher Mission unterwegs sind.
Der Zweifel sucht sich immer ein Ziel
Im Angestelltenverhältnis gibt es nicht viel zu entscheiden. Der Rahmen steht. Wenn es hakt, denkt man schnell: Ich passe hier nicht rein. Ich bin falsch. In der Selbstständigkeit verändert sich das. Du kannst alles ändern. Zielgruppe, Angebot, Preise, Plattform....
Der echte Grund, warum dein Newsletter nicht startet
Irgendwann taucht bei nahezu jedem Business-Inhaber diese Frage auf: „Alle schreiben gerade Newsletter. Warum eigentlich ich nicht?“ Und dann, kurz danach, die andere Frage: „Habe ich überhaupt genug zu sagen?“ Diese Frage wird selten ausgesprochen, denn sie fühlt...
Wenn du es deinen Kunden schwer machst
Nach einer Neupositionierung oder einem Neustart passiert manchmal etwas Seltsames. Du hast dir Gedanken gemacht. Du weißt, was du anbieten willst. Du hast vielleicht sogar eine neue Website, neue Texte, ein klareres Profil. Aber dann passiert wenig. Und statt...
Wenn es wirtschaftlich enger wird
Es gibt Phasen, in denen weniger Anfragen kommen. Weniger Aufträge. Weniger Umsatz. Das Konto sieht anders aus als vor einem Jahr. Und dann setzt etwas ein, das sich wie ein leises Kippen anfühlt. Vielleicht Panik. Oder Grübeln. Oder ein Infragestellen von schlichtweg...
Warum sich Sichtbarkeit manchmal falsch anfühlt
Du weißt, dass du dich zeigen solltest. Du weißt auch, dass dein Angebot gut ist. Aber wenn du darüber schreibst oder sprichst, fühlt es sich schief an. Zu laut. Zu verkäuferisch. Oder einfach nicht nach dir. Oft liegt das nicht daran, dass du es falsch machst....
Warum „Wenn die Arbeit gut ist, empfehlen sie mich schon“ nicht stimmt
Es gibt diesen stillen Glauben unter Selbstständigen: Wenn die Arbeit wirklich gut ist, empfehlen Kunden einen von selbst. Automatisch. Ohne dass man fragen muss. Und im Umkehrschluss: Wenn dich niemand empfiehlt, war die Arbeit wohl nicht gut genug. Das klingt...
Wer schreibt hier?
Ich bin es, Barbara Stromberg.
Bei Textorama arbeite ich mit Andersmachern unter den Selbstständigen: Leute mit viel Können, vielen Rollen, oft einem Bauchladen. Die meisten brauchen keine neuen Ideen. Sie brauchen Ruhe im Kopf.
Textorama ist hands-on. Elly's Ocean ist der Ort davor. Hier schreibe ich, was ich sonst sage.





