Wenn du es deinen Kunden schwer machst
Nach einer Neupositionierung oder einem Neustart passiert manchmal etwas Seltsames. Du hast dir Gedanken gemacht. Du weißt, was du anbieten willst. Du hast vielleicht sogar eine neue Website, neue Texte, ein klareres Profil.
Aber dann passiert wenig. Und statt hinzuschauen, was da eigentlich los ist, beginnt der blinde Aktionismus. Neue Ideen. Noch ein Angebot. Noch eine Plattform. Vielleicht doch wieder die alten Aufträge annehmen, die gar nichts mit der neuen Richtung zu tun haben?
Hin und wieder schlonzt ein Kunde rein, guckt sich um, aber es kauft keiner.
Nur die alten Kamellen, die laufen plötzlich wieder.
Im frisch gewählten Spielfeld bleibt jeder Ball liegen. Aber überall sonst wird gerannt.
Hürden, die man nicht sieht
Manchmal liegt das Problem nicht am Markt. Nicht an der Positionierung. Nicht am Angebot. Sondern an unsichtbaren Hürden, die du selbst aufstellst.
Das sind keine strategischen Fehler. Das sind Symptome. Symptome von etwas, das selten ausgesprochen wird.
Die Angst vor den neuen Kunden
Nach einer Neupositionierung bist du in einem neuen Spielfeld. Du hast noch keine Erfahrung dort. Keine Referenzen. Keine Routine.
Und irgendwo sitzt die Frage: Was, wenn jemand anklopft und ich nicht liefern kann? Was, wenn ich nicht gut genug bin für diese neuen Kunden?
Das ist keine Frage, die man sich laut stellt. Aber sie wirkt. Sie sorgt dafür, dass man unbewusst Hürden einbaut. Damit niemand zu nah kommt. Damit man nicht beweisen muss, dass man das Neue auch wirklich kann.
Die alten Aufträge fühlen sich sicherer an. Da weiß man, was man tut. Da ist man auf bekanntem Terrain.
Was das bedeutet
Wenn nach einem Neustart wenig passiert, lohnt sich ein ehrlicher Blick. Nicht auf den Markt. Nicht auf die Konkurrenz. Sondern auf dich selbst.
Wo machst du es Menschen schwer, dich zu erreichen? Wo bleibt unklar, mit dem, was du anbietest? Wo weichst du aus? Wo setzt du deine Ansprüche so hoch, dass jeder Kunde sagen muss „Ne, danke, aber ne.“
Manchmal ist die größte Hürde man selbst. Und die leise Angst, dass jemand kommen könnte und man ihn enttäuscht.
Wenn es wirtschaftlich enger wird
Es gibt Phasen, in denen weniger Anfragen kommen. Weniger Aufträge. Weniger Umsatz. Das Konto sieht anders aus als vor einem Jahr. Und dann setzt etwas ein, das sich wie ein leises Kippen anfühlt. Vielleicht Panik. Oder Grübeln. Oder ein Infragestellen von schlichtweg...
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Wer schreibt hier?
Ich bin es, Barbara Stromberg.
Bei Textorama arbeite ich mit Andersmachern unter den Selbstständigen: Leute mit viel Können, vielen Rollen, oft einem Bauchladen. Die meisten brauchen keine neuen Ideen. Sie brauchen Ruhe im Kopf.
Textorama ist hands-on. Elly's Ocean ist der Ort davor. Hier schreibe ich, was ich sonst sage.


