Wenn es wirtschaftlich enger wird

Selbstständige zweifelt an ihrem Business in wirtschaftlich schwieriger Phase

Es gibt Phasen, in denen weniger Anfragen kommen. Weniger Aufträge. Weniger Umsatz. Das Konto sieht anders aus als vor einem Jahr.

Und dann setzt etwas ein, das sich wie ein leises Kippen anfühlt. Vielleicht Panik. Oder Grübeln. Oder ein Infragestellen von schlichtweg allem.

Vielleicht stimmt etwas Grundsätzliches nicht. Vielleicht war das Angebot nie richtig. Vielleicht ist der ganze Ansatz falsch. Vielleicht sollte man alles anders machen.

Das Gedankenkarussell dreht sich. Und je länger es dreht, desto größer werden die Fragezeichen.

Der Zweifel, der alles erfasst

Wenn es enger wird, reagieren manche Selbstständige mit Aktionismus. Sie suchen nach dem „Next big Thing“, um sich wieder nach oben zu katapultieren. Webinare? Podcast? Videos auf Linkedin?

Andere, gerade die mit viel Erfahrung, reagieren anders. Sie ziehen sich innerlich zurück. Sie beginnen, ihr gesamtes Business in Frage zu stellen.

Nicht nur das aktuelle Angebot. Sondern alles. Die Positionierung. Die Zielgruppe. Die Art, wie sie arbeiten. Die Entscheidungen der letzten Jahre.

Das fühlt sich an wie ehrliche Selbstreflexion. Aber oft ist es etwas anderes. Es ist Verunsicherung, die sich als Analyse verkleidet.

Was Krisen auch zeigen

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten passiert etwas Interessantes. Die Menschen, die bleiben, bleiben nicht zufällig. Sie bleiben, weil ihnen deine Arbeit etwas bedeutet.

Nicht alle können sich das leisten. Aber die, die es tun, tun es bewusst. Sie haben abgewogen. Sie haben entschieden, dass das, was du bietest, ihnen wichtig genug ist.

Das ist kein kleiner Hinweis. Das sagt etwas über dein Angebot. Über deinen Wert. Über die Art von Arbeit, die du machst.

Gerade dann, wenn du selbst an allem zweifelst.

2025 war für mich so ein Jahr. Die KI zog mir den Teppich unter den Füßen weg. Als Texterin kamen kaum noch Aufträge. Jeder schreibt jetzt selbst. Ich hätte alles in Frage stellen können. Meine Arbeit, meine Positionierung, die letzten zwanzig Jahre.

Aber dann schaute ich hin: Was blieb? Was wurde sogar stärker nachgefragt?

Mentoring in Sachen Intellectual Branding. Das, was sich nicht automatisieren lässt. Das, was Menschen brauchen, wenn sie selbst nicht weiterkommen.

Zweifel ist nicht gleich Erkenntnis

Es gibt Momente, in denen es sinnvoll ist, das eigene Business grundsätzlich zu überdenken. Aber eine wirtschaftlich schwierige Phase ist selten dieser Moment.

Denn der Zweifel, der dann kommt, hat wenig mit klarer Analyse zu tun. Er kommt aus Unsicherheit. Aus Angst. Aus dem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, ohne genau zu wissen, was.

Und er neigt dazu, alles zu schreddern. Auch das, was eigentlich funktioniert.

Was das für dich bedeutet

Wenn gerade alles wackelig wirkt, lohnt sich ein anderer Blick.

Nicht: Was mache ich falsch?

Sondern: Wer bleibt? Wer fragt weiterhin an? Wer empfiehlt mich, obwohl gerade alle sparen?

Diese Menschen zeigen dir etwas. Sie zeigen dir, wo dein Angebot trägt. Sogar in Schlechtwetterphasen.

Manchmal liegt in einer schwierigen Phase mehr Klarheit als in einem guten Jahr.

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Wer schreibt hier?
Ich bin es, Barbara Stromberg.

Bei Textorama arbeite ich mit Andersmachern unter den Selbstständigen: Leute mit viel Können, vielen Rollen, oft einem Bauchladen. Die meisten brauchen keine neuen Ideen. Sie brauchen Ruhe im Kopf.

Textorama ist hands-on. Elly's Ocean ist der Ort davor. Hier schreibe ich, was ich sonst sage.